Hessisches Institut für Pflegeforschung

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Das Frühstadium der Alzheimer Erkrankung als Krise der familiären Alltagswelt: Entwicklung eines datenverankerten Rahmenkonzeptes für alltagsnahe Hilfen

In einem partizipativ und dialogisch angelegten Arbeitsprozess kooperieren pflegende Angehörige, Pflege- und Betreuungsfachkräfte sowie Wissenschaftler mit dem Ziel, ein empirieverankertes Beratungs- und Unterstützungskonzept für das Frühstadium der Alzheimer Erkrankung zu erarbeiten. Ein solches Rahmenkonzept, das sich an der Lebenswirklichkeit von Familien und an deren Krankheitserleben orientiert, ist Voraussetzung für die oft geforderte verbesserte Früherkennung.

Anhand erzählter Krankheitsgeschichten (offene Interviews) dokumentieren wir die verlaufskurvenförmigen Handelns- und Erleidenserlebnisse betroffener Familienmitglieder. Die Interviewtexte dienen dazu, inhaltliche und strukturelle Prozessmerkmale der vordiagnostischen Krankheitsphase herauszuarbeiten. Diese Frühphase der Alzheimer Krankheit beginnt aus unserer Sicht mit dem Wahrnehmen erster "Auffälligkeiten", und sie endet mit der Einsicht, dass Hilfe von außen benötigt wird (z.B. Beratungsstelle, Arzt, Gedächtnissprechstunde). Unsere Analysen richten sich auf das dramatische Geschehen zwischen diesen zwei Zeitpunkten.

Projektpartner sind lokale Alzheimer Gesellschaften.

Laufzeit:  2003 - 2005
Förderer: Robert-Bosch-Stiftung, Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Projektleitung: Prof. Dr. Manfred Langehennig
Publikationen: 1) Langehennig, M.,Obermann, M.: Das soziale Früh-stadium der Alzheimer Krankheit. Frankfurt: Fach-hochschulverlag, 2006
 

2) Langehennig, Manfred: Das soziale Frühstadium ei-ner Demenz als kritische Wegstrecke der Krank-heitsbewältigung. In: Aldebert, Heiner (Hg.): De-menz verändert. Hamburg: EBV, 2006, S. 21-52.
 

3) Langehennig, M.: Wenn der Mensch und nicht die Diagnose im Zentrum steht. In: Rainer Bredenkamp et al.: Die Krankheit frühzeitig auffangen. Bern: Hans Huber, 2007, S. 25-31
 

 

Letzte Aktualisierung 22.03.2010