Projekt TransCareKult

 

"Entwicklung einer inter- bzw. transkulturellen Willkommens- und Organisationskultur in stationären Pflegeeinrichtungen"

 

Das zweijährige (2015-2016) Projekt TransCareKult – Entwicklung einer übertragbaren inter- bzw. transkulturellen Willkommens- und Organisationskultur in stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen wurde im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ durchgeführt. Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

 

Ziel des Projektes

 

Im Zuge des zweijährigen Forschungsprojektes wurde in drei Kliniken sowie einer Altenpflegeeinrichtung in der Rhein-Main-Region im städtischen und ländlichen Setting ein übertragbares Qualifizierungskonzept zur Etablierung einer transkulturellen Willkommens- und Organisationskultur entwickelt, umgesetzt und begleitend evaluiert. Die Entwicklung wurde in Zusammenarbeit mit den kooperierenden Einrichtungen sowie orientiert an den Bedürfnissen und Bedarfen der Mitarbeitenden mit und ohne Migrationshintergrund vorgenommen.

Methode

 

Die Identifikation von Bedürfnissen und Bedarfen im Rahmen einer transkulturellen Willkommens- und Organisationskultur sowie die Entwicklung des Qualifizierungskonzeptes vollzog sich in folgenden Schritten:

1. Teilnehmende Beobachtung:

  • 6 Stationen über einen Zeitraum von 7-10 Tagen
  • Die im Laufe der Datenerhebung entwickelten Beobachtungskriterien richteten sich auf die Kommunikation zwischen sowie Interaktion unter den Pflegenden. Weitere Kriterien waren die Gestaltung der Einarbeitung sowie die Aufgabenverteilung untereinander

 

2. Interviews:

  • 9 leitfadengestützte Interviews mit offener Fragestellung, um das Erleben des Integrationsprozesses aus Sicht der neu zugewanderten Pflegenden zu erheben
  • 4 narrative Interviews mit Mitarbeitenden der konzeptionellen Ebene (Einrichtungs- und Bereichsleitungen, Integrationsfachkräfte) zur Erhebung unterschiedlicher Recruiting-Strategien sowie den Erfahrungen mit diesen

 

 

Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgte in Anlehnung an die Grounded Theory (Corbin/Strauss 1996).

 

3. Fokusgruppen:

  • 4 Fokusgruppen mit Pflegenden der Stationen à zwei Sitzungen
  • Diskussion und kommunikative Validierung der Ergebnisse sowie Priorisierung spezifische Themen nach den Relevanzen der Pflegenden
  • Lösungsorientierte Bearbeitung der relevanten Themen als Basis für die Entwicklung des Qualifizierungskonzeptes

 

4. Workshops:

  • 10 stationsübergreifende Workshops zur Umsetzung der Qualifizierungsbausteine
  • Sensibilisierung für Förderfaktoren und Barrieren im Rahmen einer Willkommenskultur zum einen über einen kognitiven und/oder wahrnehmungsfördernden Ansatz anhand von im Projekt gewonnen Datenmaterial
  • Input zur Umsetzung der Schulungsinhalte in den Pflegealltag

 

5. Evaluation:

  • Begleitende Evaluation über kontinuierliche Rückmeldungen der Erkenntnisse ins Feld sowie über regelmäßig stattfindende Sitzungen eines Wissenschafts-Praxis-Beirates

 

 

Projektverantwortliche im HessIP

 

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 

 

Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte

 

 

 

Kontakt und Sprechzeiten

 

Dienstag - Donnerstag

10:00 - 16:00 Uhr

 

Tel.:       069 - 1533 2675 (Projektbüro)

E-Mail:    transcarekult@hessip.de (Erstkontakt)

 

Hier finden Sie uns

 

Hessisches Institut für Pflegeforschung (HessIP)

BCN-Gebäude
Nibelungenplatz 3
60318 Frankfurt

 

Kontakt

 

So erreichen Sie uns:

 

Tel.:         +49 69 1533-3245

Fax:         +49 69 1533-3246

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