Best|Care - Begleitet Sterben im Krankenhaus durch Palliative Care Support Teams

 

 

Das Projekt Best|Care wird im Rahmen des Förderprogramms „Forschung für die Praxis“ durchgeführt. Das Programm wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst gefördert.

 

 

 

Hintergrund des Projektes

 

Laut einer repräsentativen Umfrage möchten 76% der deutschen Bevölkerung zu Hause sterben. Jedoch ist der tatsächliche Sterbeort für 46% der Menschen das Krankenhaus. Dem widerspricht der Anteil an Palliativstationen im akutstationären Setting (Krankenhaus). Nach Angaben des statistischen Bundesamtes existieren in Deutschland 1.956 Krankenhäuser, dennoch verfügen nur 15% über eine Palliativstation. Dieses entspricht einer bundesweiten Anzahl von 313 Palliativstationen, bezogen auf das Bundesland Hessen sind es schließlich noch 16 Palliativstationen mit insgesamt 149 Betten. Daraus ist zu schlussfolgern, dass im allgemeinstationären Umfeld, auf sog. „peripheren“ Stationen, sterbenden Menschen keine gezielte Palliativversorgung zukommt.

In Großbritannien wurde diese Problematik bereits 1976 erkannt und durch die Implementierung von  ́Palliative Care Support Teams` in Krankenhäuser entgegengewirkt.

Im Gegensatz zu Großbritannien ist diese Problematik in Deutschland weitgehend unbeantwortet und nicht in ihrer Wirksamkeit untersucht. So ist der Bedarf an einer Entwicklung und Implementierung von  ́Palliative Care Support Teams` unstrittig, diese bedürfen jedoch einer fachlichen wie auch wissenschaftlichen Begleitung.

 

Ziel des Projektes

           

Das Projekt zielt darauf ab, am Beispiel von zwei hessischen Akutkliniken aufzuzeigen, wo die Schnittstellen zwischen allgemeinmedizinischer/-pflegerischer und Palliativversorgung liegen, d.h. welche Bedarfe an palliativer Unterstützung sterbende Patienten entwickeln, die auf sog. Stationen der Regelversorgung (wie beispielweise der Internistischen Medizin) versorgt werden und welche Beratungsleistung sie, ihre Angehörigen und ihre Pflegende benötigen.

Darüber hinaus wird auf- gezeigt, wie die - nicht auf Palliation spezialisierten - Professionen vor Ort unterstützt werden müssen, um die Bedarfe ihrer Patienten adäquat zu beantworten.

Darauf aufbauend wird ein Konzept zur palliativen Begleitung sterbender Menschen auf nicht hierauf spezialisierte Stationen entwickelt.

So steht am Ende ein empirisch begründetes Modell eines palliativen Konsildienstes, also ein institutionalisiertes Angebot weiterer Fachpersonen zur Beurteilung und Mitbetreuung von Patienten in komplexen Krankheitssituationen innerhalb von Akutkliniken.

 

Methode

 

Das Vorgehen des Projektes gliedert sich in zwei Phasen, die Erhebungsphase und die Konzeptualisierungsphase, die jeweils auf sechs Monate angelegt sind.

Der Gesamtprozess des Forschungsvorhabens wird an das international anerkannte Modell „PEPPA-Framework“ von Bryant-Lukosius und DiCenso (vgl. 2004) und an deren Erweiterung „PEPPA-Plus“ (vgl. Bryant-Lukosius et. al 2016) angelehnt.

Während in der Erhebungsphase eine systematische Literaturrecherche und eine statistische Bedarfserhebung in den zwei ausgewählten Akutkliniken stattfinden, beinhaltet die Konzeptualisierungsphase verschiedene qualitative Forschungsmethode (siehe Abbildung).

 

Projektverantwortliche im HessIP

 

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

 

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Hessisches Institut für Pflegeforschung (HessIP)

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